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 ZAMBIA 2001: History  
     
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Mein Name ist Walter Max Schwendenwein. In meiner Eigenschaft als Linienpilot bei Austrian Airlines werde ich den Sonnenfinsternisflug AUA 4011 / AUA 4012 Wien-Lusaka-Wien zusammen mit Herrn Kapitän Harald Baumgartner am 20. Juni um 17:55 MESZ durchführen.
 
Neben meinem Beruf als Pilot studiere ich Astronomie und Meteorologie und bin schon am 22. Juli 1990 in 25000 Fuß durch den Mondschatten über Finnland geflogen. Ich bin verheiratet mit Carmen Beatriz aus Mexiko und habe zwei Kinder im Alter von 3 und 6 Jahren. Ich bin Beauftragter für die Flugdurchführung und für astronomisch-wissenschaftliche Belange im Namen des Veranstalters Astronomy-Travel, LLC.

Das Sensationelle an diesem Flug ist die Konzentration auf das eigentliche Ereignis der ersten totalen Sonnenfinsternis in diesem dritten Jahrtausend, ohne überflüssigen Ballast. Die Hin- und Rückreise erfolgt direkt und in der kürzest möglichen Zeit (etwa 36 Stunden) ohne Safaris und kostspieligen Übernachtungen. Auch setzt man sich nicht den Gefahren einer lange Afrika-Reise aus. Dies alles zu dem extrem knapp kalkulierten Preis von 1000,-- Euro ("you won´t get it cheaper!").
 
An dieser Stelle sei zuerst allen "Voranmeldern" gedankt, die durch Ihre Eintragung auf die Liste der Astro-Stadion-Conrad das Unternehmen erst in einen Bereich der Realisierung geführt haben. Wir sind in dieser Form damit praktisch einzigartig am internationalen Markt. Diesbezüglich auch herzlichen Dank an die Familie Conrad für die unermüdlichen Bemühungen und die Gestaltung Ihrer eigenen Web-Page zu diesem Flug!
 
Ebensolcher Dank gebührt Frau Univ. Prof. Maria Firneis von der Universitätssternwarte Wien, die mit Rat und Tat zur Durchführung des Fluges beigetragen hat.
 
Alle bereits angemeldeten Finsternisteilnehmer werden gebeten, den Charterpreis auf das angeführte Bankkonto zur Einzahlung zu bringen. Jeder Einzahler erhält unverzüglich sein Ticket per Post zugesandt. Bei Versendung wird auch eine e-mail an jeden Adressaten versandt. Bitte sich zu melden, sollte das Ticket nicht binnen fünf Arbeitstagen bei Ihnen eintreffen. Bitte beachten Sie auch Aktuelle Informationen.
 
Neuanmeldungen werden noch in beschränkter Zahl entgegengenommen, bitte rasch mittels des Anmeldeformulars anmelden und einzahlen! Sollten Sie trotz Einzahlung nicht mehr berücksichtigt werden können, dann erfolgt selbstverständlich die Rücküberweisung durch Rechtsanwalt Dr. Johannes Hohenbühel, der das Geld treuhändisch verwaltet.
 
Jeder Angemeldete oder jeder Teilnehmer, der bereits bezahlt hat und das noch nicht getan hat und es vielleicht noch tun will: Sitzplatz und Speisenwünsche sowie Gruppenwünsche oder Grand-Class-Aufzahlung (800,-- Euro, nur beschränktes Sitzplatz-Angebot, kein anderes Essen, aber sehr bequeme Sitze) sowie Infos über günstige AUA-Zubringerflüge können auf dem Anmeldeformular nachgereicht werden. Bitte in den Anmerkungen "bereits angemeldet" oder "bereits bezahlt" anführen.
 
Alle Einzahler anerkennen die Bedingungen der Haftungsauschlußerklärung ("Disclaimer")!
 
Jetzt einige Details der Flugdurchführung:
 
Die Daten des Fluges in Lokalzeit (diese ist für Wien und Lusaka im Juni gleich) sind:
 
AUA 4011 20. 06. 2001 Wien-Lusaka VIE-LUN 17:55 - 03:00 (09:05)
AUA 4012 21. 06. 2001 Lusaka-Wien LUN-VIE 20:25 - 05:55 (09:30)

 
Alle Flüge der AUA sind Nichtraucherflüge.
 
Fluggerät: Airbus A340-300 "America" OE-LAL (das "Flaggschiff" der AUA)
 
Drei Punkte waren besonders schwierig zu organisieren:
 
Fluggerät: Da die Airbusse A340 für die interkontinentale Langstrecke im Dauereinsatz sind, mußten umfangreiche Verschiebungen seitens der Technik und des Flugbetriebes durchgeführt werden. Dies war jener Punkt, der die meiste Verzögerung in der Vorbereitung dieses Unterfangens ergab. Erst durch die persönliche Einschaltung unseres Vorstandsdirektors Dr. Mario Rehulka wurde der Flug schließlich im März "OK" gegeben.

Crew: Besondere Herausforderungen waren auch die Arbeitszeitvorschriften für das Bordpersonal und die Beschaffung der Crewunterkünfte. Gemäß behördlicher Auflagen muß die Crew nach einem so langen Flug zumindest 13 Stunden Ruhezeit einhalten, denn die Besatzung muß bei beiden Flügen selbstverständlich ausgeruht sein. Dazu hat auch ein geeignetes Hotel mit Einzelzimmern zur Verfügung zu stehen.
Die Unterkünfte konnten schließlich zum mehrfachen Preis erstanden werden, Lusaka ist schon seit zwei Jahren ausgebucht. Nicht zur Ruhezeit zählen auch das sogenannte "Check-Out" (30 Minuten nach der Landung) und das "Check-In" (90 Minuten vor dem Abflug) sowie die Transportzeit zum Hotel - standardmäßig mit 2 Stunden festgelegt.
Da das Flugzeug aus Osaka kommt wurde schließlich der Abflug auf 17:55 festgelegt um den Anteil der Nachtstunden möglichst gering zu halten. Wäre der Start deutlich später, wäre die Ruhezeit um 5 Stunden länger gewesen, womit das Flugzeug zu spät in Wien gewesen wäre und der Flug undurchführbar geworden wäre.
Daraus ergibt sich auch die frühe Ankunft in Lusaka (3:00 Uhr Lokalzeit = MESZ), der Flughafen sperrt für eine saftige Extragebühr eigens unseretwegen auf und hält uns die Parkposition den ganzen Tag über bereit. Nach dem Ende der Check-Out-Zeit um 03:30 bis zum Beginn des Check-In müssen somit zumindest 15 Stunden vergehen, womit der frühestmögliche Dienstbeginn auf 18:30 fällt.
 
Verpflegung: Aus Hygienegründen muß die gesamte Bordverpflegung, einschließlich Wasser, bereits aus Wien mitgeführt und das Essen für den Rückflug tiefgekühlt werden (deswegen gibt es am Retourflug etwas "saftigeres", weil das wesentlich besser aufgetaut werden kann).
Es wurden zwei Arten von Verpflegung ausgewählt: Geflügel für Fleischliebhaber (Rind, Schwein und Lamm werden derzeit aus Rücksicht auf die Verbreitung der MKS und BSE nicht angeboten) sowie fleischlose Speisen. Details zu den Mahlzeiten finden sich unter FAQs. Spezielle Wünsche wie koscher, moslemisch, lactovegetarisch, streng vegetarisch und Diabetikerkost können ebenfalls berücksichtigt werden, dies ist jedoch so bald wie möglich unter Anmeldung bekanntzugeben. Es wird österreichische Weine, Bier und Sekt geben sowie selbstverständlich jede Art von Soft-Drinks.
 
Gepäck: Sollten Sie mit dem Flugzeug anreisen, so können Sie Ihr Gepäck (auch astronomische Ausrüstung) direkt bis Lusaka durchchecken. Jeder Passagier kann problemlos 30 kg einchecken (die Chartertickets werden leider standardmäßig mit "20 kg" ausgefertigt), mehr nach Rücksprache mit mir (wir müssen auf unser Abfluggewicht ex Lusaka achten).
Wir haben mit dem Flughafendirektor in Lusaka abgesprochen, daß jenes Personal, welches das Gepäck behandeln wird, eigens auf diese heikle Aufgabe vorbereitet wird. Die Außenstationen sollten bezüglich der Möglichkeit der Mitnahme von Übergepäck informiert sein. Bitte verstehen Sie, daß übergroßes und zu schweres Handgepäck aus Sicherheitsgründen nicht in der Kabine geladen werden darf, Details ebenfalls unter FAQs.
 
Check-In Wien und Zollvorkehrungen: Es empfiehlt sich, für etwaige Zollinspektionen (in Wien und Lusaka) eine Liste der persönlichen Ausrüstung in mehrfacher Ausführung und in englischer Sprache mitzuführen. Dies könnte auch für die Einreise nach Wien nützlich sein. Zollorgane zur Bestätigung der ausgeführten Ausrüstung wurden zu den beiden Check-In-Schaltern in der Abflughalle in Wien, die bereits drei Stunden vor dem Flug geöffnet werden, angefordert. Dort werden auch Großgepäckswagen zum schonenden Abtransport der astronomischen Geräte vorhanden sein.
 
Check-In Lusaka
: Ab 16:00 Uhr werden zwei Check-In-Schalter eigens für unseren Rückflug geöffnet werden. Das Gepäck kann wieder bis zur Enddestination durchgecheckt werden, die schonende Handhabung wurde uns wieder zugesagt. Alle Passagiere sollten bereits in Wien die Bordkarte für den Rückflug bekommen. Passagiere, die nicht in Wien einchecken, können diese an einem Transitschalter noch in Wien lösen. Nur in Ausnahmefällen sollte die Ausgabe der Bordkarten für den Rückflug in Lusaka erfolgen.
 
Wichtig: Aus Gründen der Flughafen- und Zollsicherheit wird es Passagieren in Lusaka nach dem internationalen Check-In nicht mehr gestattet, den Transitbereich zu verlassen!
 
GSM: GSM-Telephonie existiert zwar in Zambia, es gibt aber derzeit noch keine Roamingabkommen für internationale Betreiber, freie GSM-Telphone funktionieren mit zambesischen Wertkarten, es gibt aber auch Leihgeräte am Flughafen.
 
Visum: Die Öffnung des Flughafens eigens für uns hat den Vorteil, daß wir allein alle Einreiseschalter nützen können und somit das Ausstellen des Visums, das nur dort erfolgen darf und US$ 25,-- kostet realtiv kurz dauern wird. Ein entsprechendes Einreiseformular mit bereits ausgefüllter Flugnummer wird an Bord verteilt werden, ebenso wie das Ausreiseformular, das abends bei der Paßkontrolle unbedingt abgegeben werden muß. Paßphotos werden nicht benötigt. Irgendwann tagsüber kann man dann auch bereits den Coupon der Flughafengebühr für die Ausreise (US$ 20,--) an einem Schalter in der Flughafenhalle lösen. Kreditkarten werden in den Flughafenrestaurants derzeit noch keine genommen, kleine Dollarnoten sind daher empfehlenswert.
 
Impfungen: Bezüglich Impfungen wird jeder Reisende gebeten, sich eingehend medizinisch beraten zu lassen und die entsprechenden Vorsorgen den Umständen der Reise (Zeitpunkt, Dauer, Ort) entsprechend, selbst zu treffen! Wir haben einen erfahrenen Tropenmediziner an Bord, der für Konsultationen zur Verfügung steht. Hautschutz gegen Insekten sollte jedenfalls verwendet werden. Weitere Informationen befinden sich unter Information des Tropenmediziners.
 
Beobachtungsplatz: Ich selbst war mit Kapitän Baumgartner auf "Erkundung" in Lusaka und habe den Platz zur Beobachtung der Sonnenfinsternis begutachtet. Es handelt sich um ein abgesperrtes und gesichertes Areal unmittelbar außerhalb des Flughafengebäudes (Wiese und befestigter VIP-Parkplatz). Somit stehen alle Einrichtungen eines internationalen Flughafens zur Verfügung (Toiletten, Dusche, Arzt, Restaurant, Sitzmöglichkeiten). Die genauen Koordinaten des Aufbauplatzes lauten:
 
S 15° 19' 31,7", E 028° 26' 52,7", Höhe 1149m (ausgemessen mittels 12-Kanal-GPS)
 
Einen Blick vom Beobachtungsplatz nach Norden und Nordwesten findet man unter FAQs.
 
Allgemeine Hinweise: Die Sicherheit der Beobachtungsgruppe an dem geschützten Beobachtungsplatz wird flughafenseitig garantiert. Auch sonst macht Zambia einen sehr sicheren, sauberen und freundlichen Eindruck. Man sollte sich dennoch hüten, Unternehmungen auf eigene Faust durchzuführen, also sich allzu weit vom Gelände zu entfernen.
 
Weiter Hinweise bitte laufend der Seite Aktuelle Informationen entnehmen!
 
Fragen von allgemeinem Interesse werden unter FAQ hoffentlich erschöpfend beantwortet. Unter Links finden sich interessante Querverbindungen.
 
Anregungen und weitere Fragen werden gerne unter office@astronomy-travel.com entgegengenommen.
 
Mit freundlichen Grüßen Walter Max Schwendenwein e. h. Linienpilot Austrian Airlines Astronomy-Travel, LLC

 
 
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