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 ZAMBIA 2001: Media reactions  
     
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ORF 2: 26.Juni 2001  http://www.orf.at

Folgende Sendungen im österreichischen Fernsehen betrafen unseren Finsternisflug:
Dienstag, 26. Juni 2001, 17:05 - 18:56 ORF 2 "Willkommen Österreich"
Dienstag, 26. Juni 2001, 21:05 - 22:00 ORF 2 "Der Report"
 
KURIER Ausgabe vom: 24.Juni 2001  http://www.kurier.at

WENN DIE SONNE EINMAL PAUSE MACHT
Sonnenfinsternis: Pilot organisierte Flug nach Sambia / Dunkelheit löste bei Afrikanern Angst aus
 
Exakt um 15.09 Uhr und 28 Sekunden verschwand am Donnerstag in Lusaka, der Hauptstadt Sambias die heiße afrikanische Sonne. Der Mond drängte sich auf seiner Laufbahn kompromisslos zwischen Sonne und Erde. Drei Minuten und 30 Sekunden lang regierte totale Finsternis.
 
Für rund tausend aus aller Welt angereisten Hobby-Astronomen das Glücksgefühl schlechthin. Aber auch halb Lusaka pilgerte zum Flughafen, um "Sofi" hautnah zu erleben. Doch das bereits am Vormittag gestartete, ausgelassene Volksfest endete mit der Dunkelheit. Hunderte Schwarzafrikaner knieten in der sonnenverbrannten Wiese. Die dämonische Sonnenfinsternis löste Beklemmung und Angst aus. Bereits Minuten vor der Finsternis kündigte ein scharfer, kühler Wind die nahende Dunkelheit an. Plötzlich verschwanden die Vögel vom Himmel, parallel dazu verfärbte sich innerhalb von vier Minuten der hellblaue Horizont in eine grau-schwarze bedrohliche Wand.
 
FLUG ZUR FINSTERNIS
Auch Österreichs Astronomen-Gilde ließ sich das sensationelle Naturschauspiel der "totalen Sonnenfinsternis" nicht entgehen.
Max Walter Schwendenwein, 45, AUA-Pilot und Astronom organisierte einen internationalen Sammelflug von Schwechat aus nach Lusaka: "Über Internet meldeten sich 268 Teilnehmer. Damit war die Finanzierung unter Dach und Fach." Darunter 130 Österreicher, knapp 100 Deutsche. Die restliche Truppe rekrutierte sich aus Schweizern, Slowenen, Slowaken, je einem Finnen und Bulgaren und zwei Mexikanern. Organisator Schwendenwein: "Wir waren weltweit der einzige internationale Sofi-Flug."
 
Nach anstrengendem neun Stunden langem Flug verloren die Astronomen in Lusaka keine Sekunde: Sündteure Fernrohre (bis zu 400.000 S) wurden auf einer Wiese neben der Landebahn auf Stativen einjustiert. Dann die Fotoapparate montiert.
 
Der Salzburger Medizintechniker Mario Lippitsch, 36, plaudert aus der Schule: "Nur ein Millimeter Abweichung, und alles ist vorbei. "Astronomie ist Präzision." Während er an Rädchen des Statives dreht und ständig zur Sonne schaut, wird er philosophisch: "Astronomen sind die Archäologen des Universums. Es kann nichts Schöneres als eine totale Sonnenfinsternis passieren."
Der Kölner Pfarrer Peter Paul Marre´, 71, musste ohne Ausrüstung mitfliegen: "Mein Fernrohr ist zu schwer." Wie aber kommt ein Mann Gottes zur Astronomie? "Wegen der Bombardements im 2. Weltkrieg war Köln in der Nacht verdunkelt. Ich konnte aus den Kellerfenstern die Sterne sehen. Dann kamen die Bomben." Nachsatz: "Theologie und Astronomie befruchten sich gegenseitig. Eigentlich wollte ich ja Astrophysiker werden. Für heute zählt aber das Erlebnis Sonnenfinsternis."
Das galt auch für Joachim Ernst, 35-jähriger EDV-Experte aus dem Südburgenland. Kurz entschlossen ersteigerte er das Ticket zur Total-Sofi im Internet: "Ursprünglich suchte ich Karten für U 2. Dann hab ich mir gedacht, das ist verrückt. In 36 Stunden nach Südafrika, Natur pur erleben und sofort wieder zurück. Also hab ich zugeschlagen."
 
EUPHORIE UND RESPEKT
Sogar den eingefleischten Astronomen forderte die Finsternis spürbar Respekt ab. In der Technical-Area, wo die Teleskope standen, herrschte knisternde Spannung. Jedes Husten war zu hören.
Als sich nach 3 Minuten 30 Sekunden der Mond langsam aus der Sonne schob, ging mit vielen die Euphorie durch. Die Perfektionisten lagen sich in den Armen, manche weinten. Hunderte streckten ihre Arme in den Himmel.
Parallel dazu erwachten die Tausenden geschockten Einheimischen aus ihrer Lethargie. Das Erwachen kam zaghaft. Doch eines stand fest: Die Sonne, das Leben ist wieder da. Daran erinnerte auch Freitag, beim morgendlichen Anflug auf Wien, ein mächtiger Sonnenaufgang.
 
ZUKUNFTSPROJEKTE:
"Ich wollte immer Astronaut werden"
Der Organisator des österreichischen "Sofi-Fluges" nach Lusaka, Max Walter Schwendenwein (45) ist AUA-Pilot und seit seiner Kindheit ein Hobby-Astronom: "Ich wollte unbedingt Astronaut werden. Dafür war ich aber zur falschen Zeit am falschen Ort."
Sein Engagement für den Astronomie-Tourismus begann 1990. Damals flogen er und zehn Passagiere mit einer Fokker in Finnland durch den Mondschatten. 1991 leitete er bereits eine Sonnenfinsternis-Expedition nach Mexiko.
Für die Zukunft ist ein Aufsehen erregendes Projekt geplant: Am 23. November 2003 will Schwendenwein (mit dem Lusaka-Team) in der Antarktis durch den zu erwartenden Mondschatten jetten. Dieses Unternehmen wird voraussichtlich eine Woche dauern.
 
Michael Berger, Kurier
 
Der Artikel wurde uns freundlicherweise von der Kurier-Redaktion zur Verfügung gestellt. Sie können sich den Artikel als PDF ansehen (635 kBytes).
 
ORF ON 22.Juni 2001  http://www.orf.at

Tour-Retour in zwei Tagen

Austrian Airlines fliegen mit Sondercharterflug nach Zambia:
Über 200 Österreicher wollen sich die Sonnenfinsternis in Afrika nicht entgehen lassen und haben einen direkten Sonderflug der Austrian Airlines AUA zu dem Naturschauspiel nach Lusaka in Sambia gebucht.
Abflug in Wien war am Mittwoch um 17.55 Uhr, die Ankunft in Lusaka erfolgte am Donnerstag um 3.00 Uhr Lokalzeit.
 
Keine Safaris
Der Rückflug ist bereits wenige Stunden später für Donnerstagabend vorgesehen mit Ankunft in Wien am Freitagvormittag.
Safaris und kostspielige Übernachtungen seien nicht vorgesehen. Auch setze man sich nicht den Gefahren einer langen Afrika-Reise aus, ist auf der Homepage des amerikanischen Veranstalters "Astronomy-Travel" zu lesen.
 
Fachkundiger Kapitän
Ein erfahrener Tropenarzt und Notfallmediziner sei mit an Bord, erfährt man hier weiter. Es würde erwartet, dass die Sonnenfinsternis-Fans ihr eigenes astronomisches Equipment mitführen, das sie dann auf einem Gelände in unmittelbarer Nähe des Flughafens aufstellen könnten.
Der 291 Plätze bietetende Airbus wird darüber hinaus von einem studierten Astronomen, der zu den Organisatoren zählt, gelenkt. Der Flugpreis beträgt in der Economy Class 1.000 Euro (13.760 Schilling).
 
ORF ON
 
TAGESSPIEGEL Ausgabe vom: 20.Mai 2001   http://www.tagesspiegel.de

Sonnenfinsternis. Einen Sonderflug zur Sonnenfinsternis über dem südlichen Afrika am 21. Juni bietet Austrian Airlines an. Zusammen mit dem Reiseveranstalter Astronomy-Travel aus Cheyenne im US-Bundesstaat Wyoming hat die österreichische Fluggesellschaft eine 36-Stunden-Reise nach Sambia und zurück aufgelegt. Wie die Vertretung von Austrian Airlines in Mainz mitteilt, kostet der Trip 1000 Euro, umgerechnet 1955,83 Mark.
Eingesetzt wird ein Airbus A340-300 mit Platz für 291 Passagiere. Abflug in Wien ist am 20. Juni um 17Uhr55, die Ankunft in der sambischen Hauptstadt Lusaka ist am Tag der "Sofi" für 3Uhr in der Frühe geplant. Nach gut 17 Stunden Aufenthalt geht es abends zurück nach Wien, wo das Flugzeug am 22.Juni um 5Uhr55 landet. Weitere Informationen gibt es im Internet unter der Adresse www.astronomy-travel.com, wo der Flug gebucht werden kann.
 
dpa
 
KURIER Ausgabe vom: 7.Mai 2001  http://www.kurier.at

Mit dem Airbus zur ersten "Sofi" des Jahrtausends
Ungewöhnliche Expedition mit AUA zur totalen Sonnenfinsternis in Zambia, Afrika.
 
Der Artikel wurde uns freundlicherweise von der Kurier-Redaktion zur Verfügung gestellt. Sie können sich den Artikel als PDF ansehen (254 kBytes).

 
 
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